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Astrologie Meridian, Aszendent

Der Meridian ist (mit dem Aszendenten) der persönlich individuellste Faktor im Horoskop, und da das Gewicht von unserer Persönlichkeit ausgeht, muss man beide als wichtige Punkte betrachten. Am individuellsten sind diese beiden Punkte deshalb, weil sie ihren Standort minutiös verändern, sodass wirklich identische Horoskope äusserst selten zu finden sind. 
Sonne Mond Merkur Venus Saturn

Pluto

Neptun

Uranus

Jupiter


Der Meridian steht für das, was vom Raum in die Zeit gelangt, oder für das, was von der Zeit in den Raum überwechselt. Das Tor der Seele. 

Der Aszendent - als wichtiger Indikator für unsere Umwelt also - bezeichnet auch das Tierkreiszeichen, das zum Zeitpunkt der Geburt am östlichen Horizont stand. Und da sich die Erde bekanntlich in 24 Stunden einmal um die eigene Achse dreht, läßt sich leicht ausrechnen, daß der Aszendent alle zwei Stunden ins nächste Zeichen wechselt. Deshalb sollte auch der Zeitpunkt der Geburt mindestens auf plus/minus 15 Minuten genau bekannt sein, damit sich der Aszendent exakt bestimmen (bzw. leichter korrigieren) läßt.

Durch die innere Aufteilung des Horoskopkreises in eine Waagrechte-Linie (Aszendent/Deszendent) und eine Senkrechte-Linie (Meridian/Imun-Coeli) entsteht ein Kreuz im Kreis, welches nun in zwölf Zwischenhäuser aufgeteilt wird. Dadurch kommt es zustande, dass beispielsweise zwei Menschen, die am selben Tag geboren sind - und somit alle Gestirne in den selben Zeichen haben - sich voneinander dennoch unterscheiden. Denn das Kreuz der Unterteilung (Meridian und Aszendent) bewegt sich ständig wie eine Uhr, und auf diese Weise verschieben sich auch die Häuser mit. Der Stand ihrer Gestirne in selben Zeichen, lässt auf der räumlichen Ebene auf einen Gleichklang schliessen, durch die verschiedene Häuserbesetzung aber, erleben sie dieselbe Zusammengestirnung zeitlich auf ganz anderen Ebenen. Sie leben zwar in dem von uns entworfenen Zeit-Raum zur gleichen Zeit, aber durch das Kreuz (Meridian/Aszendent) von Raum und Zeit mit einem völlig verschiedenen Zugang zur universellen Bewusstheit. 

Es sei hier gesagt, dass wir unser Bewusstsein zwar selbst entwickeln können (lernen usw.), der schrittweise Zugang zu einer Erweiterung in der Bewusstheit lässt sich aber nicht durch mechanisches Lernen, Methoden oder Systeme erzwingen. So wird beispielsweise der (Miss-)Brauch von Drogen psychologisch oft mit verblüffender Schnelligkeit "der Flucht vor der Wirklichkeit" zugeschrieben.
Tatsächlich handelt es sich dabei aber um eine "Flucht vor den Realitäten" einerseits wie um eine "Suche nach der Wirklichkeit" andererseits, wobei man sich den Zugang zu ihr mit Drogen bloss zu erzwingen hofft. Der Zugang zu einer höheren Ebene, welcher damit immer auch angestrebt wird, lässt sich nicht erzwingen. 

Es ist auch nicht so, dass mangelndes Bewusstsein die böse Tante des Lebens, das Schicksal, heraufbeschwört, sondern es ist ein Mangel der Spürsinne, der dies bewirkt. Wir müssten also nicht mehr wissen oder mehr fühlen, sondern wir müssten wieder mehr verspüren lernen, falls wir uns dem Leben nähern wollten. Mit anderen Worten heisst das auch, dass wir psychologisch stets ein Menge dazulernen können, metaphysisch aber die Grenze der Entwicklung schon gesetzt ist, wenn wir sie nicht mehr spüren wollen. Denn jeder Durchbruch vollzieht sich immer an dieser Grenze! Und wenn man die Grenze nicht mehr spürt, zeigt sie uns über die zeitliche Vergangenheit eben nur auf, dass wir in der zeitlichen Zukunft zu dem werden, was wir (schon!) sind. 

Der Neptun beispielsweise, der sich lange im selben Zeichen aufhält, ist also räumlich betrachtet ein Generationenplanet! Wir wissen also jetzt, welcher Planet in welchem Tierkreiszeichen (oder Sternzeichen) steht und können entsprechend der Form "Planet x in Sternzeichen y" auswerten. Diese Auswertungen sind noch nicht sonderlich präzise. Rein mathematisch besteht für jeden Planeten eine Wahrscheinlichkeit von 1:12 in einem bestimmten Sternzeichen zu landen die entsprechende Aussage trifft also auf jeden zwölften Menschen zu. Darüber hinaus muß man spätestens hier die Umlaufgeschwindigkeit berücksichtigen: Da Neptun beispielsweise 14 Jahre lang im selben Sternzeichen verweilt, haben alle in den Jahren 1956 bis 1970 geborenen den Neptun im Skorpion. Der Neptun ist also räumlich betrachtet ein Generationenplanet! Wenn wir nun aber ein Horoskop erstellen, steht selbst Neptun bei jedem Menschen in einem anderen Haus (oder Feld), sodass dieser Stand jetzt zeitlich betrachtet bei jedem Menschen als Auswirkungsweise völlig andere Erscheinungen im Leben hervorbringt. Präziser wird das Horoskop dann, wenn noch die Verbindungen (Aspekte oder Winkel) der Planeten berücksichtigt werden.

Rauf